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As usual: English version see below. Am Samstag war es wieder so weit: Der VFL Westercelle lud zur Vereinsmeisterschaft im Zeitfahren ein. Klingt erstmal klein, ist es aber nicht – denn wenn Thorsten, Paul und ihr Team loslegen, wird’s groß. Der Kurs auf dem Truppenübungsplatz in Bergen ist selten verfügbar und perfekt präpariert. Das spricht sich herum, und so stehen dort regelmäßig mehr Starter am Start als man vermuten würde – viele davon mit längerer Anreise. Ich bin da auch schon öfter als Gast aufgeschlagen – zum Beispiel hier, hier und hier – und weil’s dieses Jahr perfekt in den Plan passte, war ich wieder am Start. Der Kurs 15 km Richtung Norden, leicht wellig, super Asphalt – dann Wendepunkt und wieder zurück. Militärgelände bedeutet: kein Verkehr, keine Zuschauer, keine Fotografen. Einfach Kopf runter und ballern. Perfekt für Experimente an der Position, um fehlende Watt auszugleichen – denn im Vergleich zu vor drei Jahren fehlen mir auf dem TT-Bike immer noch 20–30 Watt. Wetter, Wärme & Kühltricks Das Wetter war ein Volltreffer: kaum Wind, warm, zum Schluss sicher um die 30 Grad. Unter Aero-Helm und Einteiler kann das schon ordentlich warm werden. Meine Lösung: Kühlweste, vorher mit Eiswasser übergießen, Arme und Beine inklusive. Kurz vorm Start zusätzlich gefrorene Gel-Packs in den Einteiler – hält 20–30 Minuten kühl und schließt gleichzeitig die Lücke vor Brust/Bauch. Aerodynamisch und angenehm. Rennverlauf Start: gesittet, leichter Anstieg, Kopf unten. Die angepeilte Wattzahl wollte wieder nicht so ganz – also einfach aero fahren, beißen, nicht nachlassen. Mein 60er Monoblatt war auf der zweiten Hälfte eher suboptimal: bergauf zu dick, bergab fehlte der Bumms. Das wird bis zum KOTL noch optimiert – dann aber ohne 60 Zähne. Auf dem Kurs herrscht Ruhe – eine Minute Startabstand sorgt dafür. Wenn dich jemand überholt, ist er wirklich schneller. So auch Herr Cepnik, der eine Minute nach mir startete und mich auf dem Rückweg einholte. Bei mir war noch nicht alles leer, aber der Würfelhusten kündigte sich schon während der Fahrt an. Im Ziel gab’s davon eine zweite Runde, und ich lag erstmal länger im Gras. Ergebnis & Anekdote Die Siegerehrung brachte dann den Aha-Moment: Platz 3! Vor mir: Christoph Cepnik (1 Minute schneller) und Louis Kitzki (hier mehr über ihn) mit zwei Minuten Vorsprung. Louis ist frisch aus dem Radprofi-Dasein ausgestiegen (Alpecin), weil’s eben nicht für jeden der Traumjob ist. Er kann auch mit flachen Alu-Trainingslaufrädern noch knapp 49 km/h Schnitt fahren – leicht dekadent, aber Respekt. Fazit #aeroiseverything – bei mir stand vorne grade noch eine 3 bei den Watt, und ich war das erste Mal in diesem Jahr über einem 46 km/h Schnitt. Und bis zum KOTL gibt’s noch ein paar Gelegenheiten. Die Ergebnisse Dein Browser unterstützt die Anzeige dieses Dokuments nicht. Klicke hier, um das Dokument herunterzuladen. Aufruf: Solche Veranstaltungen leben von Teilnehmern. Fahrt hin! Nur so gibt’s weiter regelmäßig Zeitfahren. Negativbeispiel: Olmsruh findet wohl u. a. wegen Teilnehmerschwunds nicht mehr statt. Thorsten, Paul und alle anderen Organisatoren opfern ihre Freizeit – unterstützt sie! Termine gibt’s hier, und wer noch geiles Schnellfahrzeug sucht, der findet das wie immer im derbaranski.shop. Nächster Stopp für mich: 23.8. Zeitfahren in Bremen über 17 Kilometer. Alles klar? Wir sehen uns! Bilder von Thorsten Lübke, Yannic Gerstung/Christoph Cepnik, vielen Dank dafür. Germany’s Most Loaded Club Time-Trial Championship
Saturday rolled around and—boom—VFL Westercelle was back with its club time-trial champs. It always sounds modest, but with Thorsten, Paul, and the crew pulling strings, it packs a punch. That military-course in Bergen is rarely open, but when it is, folks show up—from near and far. I’ve popped up there before (here, here, here)—and since it fit the schedule perfectly this year, I hit the start line again. The Course 15 km north on mint tarmac, a little rolly, then flip and hammer back. It’s on a military zone—meaning zero traffic, no spectators, no cameras. Perfect place to bury your head and go full send. Great chance to tweak your position to make up for the Watts you're “missing.” Compared to three years ago, I’m still shy about 20–30 Watts. Weather & Chill HacksWeather? Bingo-bongo. Chill breeze, warm enough that by the finish it was nearing 30 °C. In full kit and under an aero helmet, it can get toasty quick. My fix: a cooling vest, spline-doused in ice water—arms and legs too. Then, right before the start, I tuck frozen blue gel packs into the skinsuit. Keeps you cool for the first 20–30 minutes and smooths the chest/belly area—which, aerodynamically speaking, is the hot shit. Race Flow We kicked off smooth, little drag uphill, keeping that head and body low. Struggled to hit the target Watts again—so the mantra became: stay aerobic, grit teeth, don’t fold. My 60T mono-direct setup from training revealed its limits—too chunky on the climbs, too lethargic on the descents. Something to fix before the KOTL, and not with 60 teeth. Because of the minute gap between starts, the course is peaceful—when someone overtakes you, they're genuinely faster. On the way back, Herrn Cepnik—who started a minute behind me—buzzed past. My engine wasn’t totally cold, but I was flirting with the limit and battling a cough in real time. In the finish zone, that cough got a remix while I collapsed into the grass for a minute. Results & Side Plot At the podium, the surprise hit: I finished third overall. Ahead of me: Christoph Cepnik (about a minute ahead) and Louis Kitzki (see my post on him) with two minutes on me. Louis—freshly out of the pro scene at Alpecin—realized, maybe pro life’s not the dream job. Great move. Even on flat aluminum training wheels, he can still drop a near‑49 km/h average. Slightly decadent. Big respect. Bottom Line #aeroiseverything holds true. I saw a 3 in front of my Watt number again and clipped over 46 km/h for the first time this year. And a few more races stand between now and KOTL. Plea time: Grassroots events like this need you. Don’t let time-trialing die. Jump in, show up, keep it alive. The classic Olmsruh apparently isn’t running anymore—participant shortage. Thorsten, Paul, and the other organizers give their free time to make this happen—let's repay the favor. Check dates at your favorite blog’s 2025 time‑trial schedule . And if you want speed gear, you know--derbaranski.shop. Next stop for me: the Bremen time-trial on August 23rd. Let’s go. See you out there! |
Hier geht es um Sport an der frischen Luft! Dabei ist mindestens ein Fahrrad involviert und manchmal geht auch was kaputt. Sei es an Mann oder Maschine.
Da ich im Norden lebe, ist es zehn Monate im Jahr kalt und nass . Die Radfahrerbräune bleibt dabei auf der Strecke. Dafür klebt der Dreck überall und die Rotze gern mal quer. Was mir dabei durch den Kopf geht oder auf der Strecke bleibt, findet ihr hier bei mir im Blog #fratzengeballer. Also, welcome to the real world! Der Baranski Archiv
Oktober 2025
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