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#fratzengeballer ist der Blog von Der Baranski

Pimp my Rennrad und Gravelbike – mit  Clip-Ons

4/4/2026

 
Werbung, weil hier jede Menge Shoplinks usw. drin sind!

English version see below.

Baranskis Guide zum Aerotuning von Rädern mit Rennlenkern. Oder warum Aero-Clip-Ons am Rennlenker mehr sind als nur „Trend“ – Ein Plädoyer für Speed, Komfort und Kilometer


Wenn man an Clip-Ons denkt, kommen zuerst Bilder von Zeitfahrrädern und Triathlon-Maschinen in den Sinn: gestreckte Position, tiefer Oberkörper, pure Geschwindigkeit. Doch was, wenn ich dir sage, dass diese kleinen Aufsätze – eigentlich für TT- oder Triathlonlenker gedacht – auch an klassischen Rennrädern und Gravelbikes eine hervorragende Ergänzung sein können?
Gravelbike mit Clip-Ons für bessere Aerdynamik. Auch offroad macht das Sinn..
Auch bei Gravel-Bikes geht es immer mehr Richtung Aerodynamik, einfach weil es Sinn macht.

Aerodynamik jenseits vom Zeitfahren

Eines vorweg: Der größte Vorteil von Clip-Ons ist ihre Fähigkeit, deine Aerodynamik deutlich zu verbessern. Durch die nach vorne verlängerte, engere Position der Hände, Arme und Schultern kannst du deinen Oberkörper flacher und kompakter über dem Vorderrad platzieren, was den Luftwiderstand reduziert – und das bereits bei moderatem Tempo auf der Straße.

Denn, seien wir ehrlich: Der Luftwiderstand ist bei höheren Geschwindigkeiten der größte Bremser – und der Faktor, bei dem du am meisten Zeit sparen kannst. Du als Fleischklops obendrauf auf deinem Carbonhobel bist der größte Bremser, egal wie teuer das Rad war. Jeder, der schon mal auf langen, flachen Abschnitten gegen den Wind gekämpft hat, weiß, wovon ich spreche. Und weil viele denken, dass mit der Aerodynamik sei für sie nichts, weil sie einfach zu langsam sind: Schon deutlich unter 20 Stundenkilometern wird das interessant und die dürften die meisten von euch easy schaffen oder? Interessant wird es dabei dann für die ambitionierten unter euch schon berghoch, wenn man da über 20 fährt, was ganze Gruppen von Heißdüsen diese Wochen wieder auf Mallorca im Trainingslager zelebrieren. Wie das genau aussieht, das wird beispielsweise hier von meinen Freunden von Swiss Side erläutert, mit denen ich schon mehr als ein-  oder zweimal an meiner Aerodynamik geschraubt habe, ob nun im Windkanal oder auf dem Highway auf Hawaii.
Windlkanalttest mit Swiss Side im GST Windkanal in Immenstaad.
Immer auf der Suche nach den letzten paar Watt: JP Ballard von Swiss Side. Im Hintergrund: Ernst.

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Weil das hier wie die Faust aufs Auge passt, habe ich mit Swiss Side einen Deal für euch rausgeholt und zwar fünf Prozent auf euren Warenkorb, wenn ihr mit dem Code BARANSKI5 hier bestellt. Und fünf Prozent auf Laufräder oder Cockpits lohnen sich schonmal richtig – auch wenn Swiss Sides Produkte immer auf Preis-Leistung setzen und nie die teuersten sein wollen!

Mehr als nur „noch ein Griff“

Ein klassischer Rennlenker bietet schon von Haus aus viele Handpositionen – Unterlenker, Oberlenker, klassische Drops. Aber keine verändert deine Körperhaltung so effektiv Richtung „Speed“ wie Clip-Ons. Sie eröffnen dir nicht nur eine neue Griffoption, sondern eine Position, die Energie spart und dich auf langen Distanzen effizienter macht – und komfortabler. Wer von uns war nicht schon viele Stunden unterwegs, hat Schmerzen in den Händen oder Nacken und wünscht sich einfach eine entspanntere Position? Clip-Ons geben dir genau auch diese Möglichkeit – ohne gleich einen neuen Lenker oder ein komplett anderes Rad zu brauchen.
Profile Design Clip-Ons am Gravelbike
Eine Griffposition mehr dank Clip-Ons.

Komfort für Fahrer mit Ambitionen

Viele denken, Clip-Ons seien nur etwas für Profis oder Triathleten. Doch auch ambitionierte Rennradfahrer auf langen Touren oder schnellen Gravelfahrten können enorm davon profitieren. Denn ja, auch offroad bringen die Dinger Vorteile. Natürlich nur, wenn man freie Bahn hat, nicht im Pulk fährt und man in den nächsten Sekunden nicht an die Bremse muss. Ich rede schon ein bisschen länger davon und musste gerade zu Beginn des Gravelbooms eine Menge Beef dafür einstecken. Ein paar Jahre vorgespult und zack, zündet das endlich. Weil es sich ab hier lohnt, etwas zu differenzieren geht es dazu weiter unten in zwei Richtungen weiter: Sportives Rennradfahren und alles Richtung Radwandern mit Gepäck und gern auch offroad, Stichwort Gravel.

Wer vorab einfach mal ein bisschen rumrechnen möchte, was seine Position an Auswirkungen auf Speed und Dauer hat, der guckt mal hier rein. Etwas mehr Sexappeal hat der Rechner inzwischen übrigens per App. Und weil das mit dem Komfort immer so eine Sache ist mit der Messbarkeit, geht es jetzt kurz auf die Langstrecke: Ganz liebe Grüße gehen an dieser Stelle nämlich raus an Christoph aus Graz, der sich dieses Thema mal tiefergehend von mir behandelt gewünscht hat. Weil er nicht mehr jeden Sommer quer durch Amerika, sondern jetzt immer quer durch Europa fährt, samt Packtaschen, Arschrakete und, ja, Clip-Ons am Rennlenker.
Christoph Strasser auf seinem Specialized Roubaix Rennrad mit Clip-Ons am Rennlenker.
Der frischgebackene Sieger des Unknown Race 2026 Christoph Strasser samt frisch getuntem Cockpit. Pic: saskiacmartin.com

Anpassbar, modular, aber aufgepasst!

Ein großer Vorteil der Clip-Ons ist ihre Modularität: Du kannst sie an deinem vorhandenen Rennlenker anbringen und wieder entfernen, wenn du sie nicht brauchst – ohne den Charakter deines Bikes dauerhaft zu verändern. So ein bisschen ist das dann wie zwei Räder in einem, vor allem mit einer leicht modifizierten Sitzposition, dazu später noch mehr.
Aber Achtung: Das gilt nur, wenn dein Lenker dafür freigegeben ist und da müssen aktuell leider ein paar gerade der Top-Modelle auf der Straße passen, etwa das S-Works Tarmac SL8 von Specialized oder Scotts Foil mit Carbon-Lenker-Vorbaueinheit. Weil diese schicken Cockpits zwar primär auf Systemintegration, Leichtbau und Komfort ausgelegt sind, lohnt es sich immer beim Hersteller nachzufragen, ob das okay ist. Auch bei immer mehr Gravelbikes, die diesen Materialtrend Mono-Cockpit adaptieren. Die dann meist querovalen Oberlenker sind nämlich nicht für Klemmkräfte und Belastungen ausgelegt, die durch Klemmschellen, Spacer und dich als Hebel obendrauf eingeleitet würden. Dümmstenfalls macht es gleich bei der Montage knack, schlimmstenfalls machst du während der Fahrt dann den Abgang, wenn du durch ein Schlagloch knatterst. Das dann irgendwo im Dunklen und alleine auf Radtour in Albanien ist dann vor allem eins: doof.

Was gibt es heute serienmäßig von den Radherstellern?

Vorab, es gab schonmal mehr Lösungen seitens der Radhersteller. Mit der Regeländerung vom Weltverband World Triathlon schien das für die Industrie aber uninteressant zu sein. Eigentlich schade, weil das Geld ja eh von den Amateuren kommt und da so eine Option immer sinnvoll blieb. Langsam kommen die Marken aber wieder aus dem Quark und von manchen gibt es so etwas auch serienmäßig zum Nachrüsten.

Canyon hat mit dem Gear-Groove-System (hier am Gravelbike) eine Lösung, die auf den Rennlenker gepflanzt wird und da dann mit dem vom Speedmax Triathlon-Rad bekannten Mono-Ausleger weitergeht. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, konnte ich mir das nicht so recht vorstellen. Das klappt aber prima und ist vom Montageaufwand recht easy. Weiterer Pluspunkt: Das System passt auf Rennrad und Gravelbike gleichermaßen. Siehe gleich noch weiter unten
Canyon Grail Cockpit um Aero-Aufbau erweitert.
Canyons Gear Groove System am Grail Gravelbike.

Scott
bietet zwar seitens seiner Komponententochter Syncros ein Clip-On mit für den querovalen Foil Oberlenker an, allerdings darf der explizit nur auf den aus Alu bei den günstigeren Modellen und eben nicht auf Carbon verbaut werden.

Syncros´ Lösung für das Scott Foil darf nicht an den Carbonlenker montiert werden!
Syncros Brackets für das Scott Foil dürfen NUR an den passenden Alulenker verbaut werden.

Cube
bietet für das Litening Aero TT zum Nachrüsten einen Rennlenker, der mit Aufnahmen für Brackets und Extensions kommt, wobei man sich ab hier dann alles von einem anderen Zulieferer (Profile Designs EVO Bracket System) kaufen muss.

Cube Rennlenker für das Litening und Aero-Tuning per Clip-Ons.
Cubes optionaler Rennlenker für das Litening mit Aufnahmen für entsprechende Brackets.

Cervélo bot zumindest für den Aerolenker am vorletzten Build des S5 eine ähnliche Lösung an. Aktuell kenne ich da keine neue Lösung für das aktuelle Rad, außer man baut den Rennlenker vom alten auf das neue S5, was laut Cervélo funktioniert. Auch interessant in diesem Zusammenhang ist die zukünftige Lösung am Áspero, dem Aero-Gravelbike der inzwischen Amis.

Cervélos Tuning-Kit für den Lenker am alten S5 Aerorenner.
Ginge beim Vorgängermodell das S5 noch: Cervélos Tuning-Kit für die Montage von Extensions.

Specialized passt aktuell beim S-Works Tarmac SL8, soll heißen da passt leider aktuell nichts. Anders als noch beim SL7, wo das System auch schon am Vorbau befestigt war.
Hier kann man gut sehen, warum das bei dem Oberlenker alles andere als einfach wäre/da keine pauschalen Nachrüstkits passen: Der Klemmbereich ist bei jedem Hersteller anders gelöst und die niedrigen Gesamtgewichte der Bikes kommen dann garantiert auch durch gewichtsoptimierte Carbonlagen am Oberlenker zustande.
Specialized S-Works Cockpit vom Tarmac SL8 ohne Clip-On Freigabe!
Roval Cockpit vom S-Works Tarmac SL8. Hier passt leider nichts drauf.

Moment mal, und was fährt Kollege Strasser dann, kein Tarmac? Bei seinen Touren durch Europa sitzt er ganz bewusst auf einem Roubaix aus Morgan Hill, mit klassischem runden Rennlenker aus Alu und Clip-Ons, jetzt neuerdings von Profile Design. Wer es ganz konkret wissen will: Der Straps fährt diese Parts, nachdem er damit beim Herrn Giglmayer   zum Fitting war:

  • Profile Design Neosonic Bracket Kit
  • Profile Design  52 ASC Extensions in 340er Länge
  • Profile Design  Race+ Armrest Kits Achtung: Mir und vielen anderen sind die etwas zu eng, ich rate dann gern mal zur breiteren Variante mit mehr Einstelloptionen namens Ergo+
  • Profile Design  Bracket Riser Kit
  • Den neuen stabileren HD TT Mount von 76 Projects samt größerem Garmin obendrauf und Lampe da drunter.

Damit hat er übrigens gerade das „Unknown Race“ gewonnen, das sind so knapp 1.000 Kilometer ins Off, weil man vorher nicht weiß, wo man am Ende landet, Hut ab dafür!
Vollbeladenes S-Works Roubbaix mit Aero-Cockpit und  jeder Menge Taschen und Flaschen sowie Arschrakete!
Das Specialized S-Works Roubaix von Christoph Strasser vor dem 2026er Unknown Race. Hat geklappt!

Disclaimer: Das ist jetzt keine vollständige Liste und ich tippe darauf, dass immer mehr Firmen merken, dass der Markt für so etwas durchaus vorhanden ist und man da durch Abwarten der Konkurrenz in die Arme arbeitet. Falls ich drüber stolpere, ergänze ich das dann hier. Und ihr, liebe Produktmanager, meldet euch gern bei mir mit Updates. 

Gravelbiker auf Open Wi.De mit Clip-Ons am Rennlenker
Clip-Ons können auch am Gravelbike Sinn machen, wenn es geradeaus geht.

Die Aftermarket-Lösungen für die breite Masse. 

Für alle anderen gibt es dann Upgrades aus dem Aftermarket-Bereich. Anders als bei reinen Aerolenker-Setups, bei denen Integration und Design den Preis in die Höhe treiben, bekommst du mit vielen Clip-Ons zum Nachrüsten auch eine preislich faire Lösung, die Luftwiderstand, Komfort und Vielseitigkeit auf ein gutes Level hebt.

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Sinnige Cockpit-Parts sind schon seit Jahren ein ganz wesentlicher Bestandteil meines Shops, bisher primär für die Nerds auf Triathlon- und Zeitfahrrädern. Ab sofort habe ich aber ausgewählte Clip-Ons gelistet und zwar ganz konkret die im Folgenden erklärten Versionen von Profile Design. Einen Rabatt gibt es jetzt zwar nicht, dafür aber immer was zu Naschen dazu, jede Menge geile Aufkleber und ganz viel Liebe mit jedem verpackten Paket. Versprochen!

Ich setze und sitze bei vielen Bauteilen am Cockpit ganz bewusst auf Produkte von Profile Design. Die Jungs kenne ich schon ewig, die setzen Industriestandards was Abmessungen und Kompatibilität angeht, sie bieten für so ziemlich jede Nische am Lenker ein spezielles Kleinteil und vor allem sind die Sachen alle getestet und approved. Darauf würde ich nicht bei jedem fancy Anbieter von Instagram & Co. setzen. Beispiele gefällig? Bei Profile Designs Reach Extender am TT-Hobel ist bei 30 mm zusätzlicher Länge Schluss, bei der Bauhöhe der Spacer am Basislenker gibt es auch mit Grund eine maximale Bauhöhe sprich Bolzenlänge, ab der es denen zu unsicher wird, das freizugeben. Das sind eben immer sicherheitsrelevante Bauteile, siehe auch weiter oben.  

Noch ein Tipp, auch in die Richtung gehend: Oft ist man mit dem klassischen runden Alu-Rennlenker in 31,8er Klemmung besser bedient und preislich auch gleich ein paar Stufen niedriger unterwegs. Alu verzeiht dir auch das häufigere An- und Abklemmen besser, als alles aus Carbon. Und das ist, wie wir jetzt ja alle wissen, meist auch gar nicht für solche Anbauten freigegeben. Welches Modell ist jetzt was für wen? Aufgepasst, hier lohnt es sich aus verschiedenen Gründen zu unterscheiden.

Rennräder mit wenig bis gar keiner Zuladung

Hier kann es bis das Aufrüsten per Clip-On weiter spartanisch bleiben. Konkret kommen dann an den Rennlenker links und rechts der Vorbauklemmung zwei Brackets, in die unten die beiden Extensions gesteckt werden und oben die Arm-Pads. Mein Favorit sind die Flip Ergo 52a von Profile Design. 
Clip-Ons zum Hochkklappen von Profile Design: Flip Ergo 52 a
Profile Design Flip Ergo 52 Clip-Ons
Die Lösung ist modular aufgebaut, hier kannt man recht viel Richtung Breite, Neigung, Auszug der Extensions, Abstand der Arm-Pads usw. bestimmen. Vorteil, daher auch das „Flip“ im Namen: Wenn du nicht in der Aeroposition bist, klappen die beiden Pads per Feder hoch und die hast Zugriff auf die Oberlenkerpostion. Sollte man hierbei wissen: Der Klappmechanismus, genau, klappert etwas, wenn man nicht draufliegt. Wer hier noch einen Computerhalter montieren will und da nur den Computer dranbauen, ist mit dem 3.0 Computerhalter von 76 Projects   gut bedient. Den und die Flip Ergo 52a gibt es natürlich bei mir im Shop. Wer am Halter noch mehr befestigen will, wird gleich fündig, wenn es zu den Rädern mit Gepäck geht.
Gravelbikes und alles mit Gepäck, ob nun on- oder offroad auf der Welt

Etwas robuster sollte es sein bei Gravelbikes, Ganzjahres-Commutern sowie alles Richtung Self Supported Wandervögeln einmal rund um die Welt – oder zumindest quer durch Europa in einer Woche. Denn hier hängt ja oft noch ein halber Haushalt am Lenker, zusätzlich zum Garmin oder Wahoo. Neben der Packtasche ist das dann gern noch eine große Lampe samt Akku, ein Smartphone, der Campingkocher und was weiß ich alles. Wenn man dann noch bei Nacht durch die Pampa fährt, dann sollte das alles halten. Beim Computerhalter gibt es da was ganz Neues, geboren aus der Einsicht, dass speziell in Deutschland dank Kraftfahrtbundesamt und K-Nummer die Frontleuchte immer etwas schwerer ist und die Extensions auch gern mal breiter auseinander sind als beim Zeitfahrrad. Konkret den HD TT Mount von 76 Projects, an den jetzt auch größere Anbauten montiert werden dürfen und der durch seine Heavy Duty Bauweise auch auf Rumpelpisten besser hält. 
Stabiler Computerhalter HD TT Mount von 76 Projects
76 Projects HD TT Mount

Statt der leichteren und modular aufgebauten Clip-On Einheit vom Rennrad empfiehlt sich hier dann eine gravelspezifische Variante zu verbauen, etwa das Modell Neosonic/Ergo+/52 GMR von Profile Design, wobei GMR immer für die Offroad-Ausrichtung der Produkte steht.  

Clip-On als gravelspezifische Variante Neosonic/Ergo+/52 GMR von Profile Design
Profile Design Neosonic/Ergo+/52 GMR

Hier besteht die Extension aus einem Rohr, ist vorne geschlossen so dass man im Wald nirgends einfädelt, plus es gibt noch eine verschweißte Querstrebe, an die man zur Not auch noch die Wäsche oder sonst was hängen kann, wenn man auf Wanderschaft ist. Wer immer noch über den sperrigen Namen stolpert: Neosonic ist die Klemmung an Lenker samt Aufnahme für Pads und Extensions. Ergo+ sind die Arm-Pads und die sind großartig, die fahre ich selber am TT-Bike und habe schon zig davon verkauft. 52GMR ist in diesem Falle die einteilige Extension, wobei die 52 für die 52° Griffwinkel steht, die sich recht entspannt greifen lassen.

Seitenansicht Profile Design Neosonic/Ergo+/52A GMR
Gut zu sehen: Die nur 340 mm Länge der Extensions.

Bei dieser Kombi fällt auch etwas auf, dass man bei einem Umbau von Rädern mit Rennlenker auf Clip-Ons im Blick haben muss: Der eher kurze Auszug der Extensions. Das liegt daran, dass man auf einem Rennlenker immer etwas kürzer sitzt als einem „richtigen“ Aero-Cockpit am Zeitfahrrad, in diesem Fall 340 statt 400 mm, siehe auch die Wahl des Herrn Strasser weiter oben.
 
Die Positionsanpassung im Vergleich zu „nur“ Rennlenker

Ein Riesenfass will ich hier gar nicht aufmachen, aber es lohnt sich, im Hinterkopf zu haben, dass man mit dem Schwerpunkt vermutlich weiter vorne landet und am Sattel die Kontaktfläche mit dir auch nach vorne und minimal nach oben will. Das hat einfach damit zu tun, dass man in der Aeroposition nach vorne um das Tretlager herumwandert. Bei Triathlon- und Zeitfahrrädern ist das ja Sinn hinter dem reinen Aerocockpit. Dieser Umbau hier geht auch etwas in die Richtung. Deshalb sind die GMR Extensions nur 340 mm statt der sonst oft üblichen 400 mm. Wenn das zu lang wird, etwa weil man mit 400er Länge arbeitet, kann man die in der Aufnahme etwas nach hinten schieben. Sägen würde ich immer ganz zu Schluss und bei Alu besser eine Rohrschneider nehmen. Und/oder einen Vorbau mit 10-20 mm weniger Länge verbauen. Wird das ganze gleich bei Anschaffung des Rades bedacht, dann wird so wie bei mir schnell mal aus dem Canyon Aeroad in XL eins in L und passt dann mit Clip-On Lösung gleich wieder wie angegossen.
Canyon Aeroad im Aerolenker-Build.
Mit Aero-Upgrade eine Größe kleiner genau richtig: Canyons Aeroad mit Gear Groove Tuning.

Exkurs nach hinten: Die Sattelposition

Was auch helfen kann, ist ein Blick auf die Sattelstütze, konkret auf die Millimeter, die der Klemmkloben nach hinten ausgelegt ist oder eben nicht. Ich sitze schon ohne Clip-Ons mit der Klemmung ganz bewusst lieber auf 0 mm Kröpfung als bei pauschal schonmal 15 mm weiter hinten. Spoiler: Scott hat auf diesen Trend beim Foil Rennrad und Plasma TT Bike mit einer um 15 mm nach vorne gekröpften Stütze reagiert, die es ab 2027 dann auch für die breite Masse zu kaufen gibt. Wer die jetzt schon sucht, der fragt mal Radsport Buchstaller in Hilpoltstein. Und wer die Challenge Roth anguckt, der deckt sich da mit Bratwurst im Brötchen ein. Der Code für Kenner bei Charly ist "Drei im Weggla".
Scott Foil im Aero-Aufbau samt Clip-Ons und nach vorne gekröpfter Stütze.
Scott Foil Rennrad im Aero-Aufbau samt Clip-Ons und nach vorn gekröpfter Sattelstütze.

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Egal ob Rennrad, Gravel, Triathlon oder Zeitfahren, so richtig ein Schuh wird da erst draus mit den richtigen Klamotten. Ob nun stylo oder aero, Ryzon aus Köln hat da für alle was am Start. Bei mir war ganz oft der eigentliche Triathloneinteiler Myth der schnellste bei Aerotests, auch schneller als alles an Hightech-Kram aus dem reinen Zeitfahren mit ganz wundervollen Claims, die oft überhaupt nicht funktioniert haben bei mir. Die ebenfalls immer in Europa hergestellten Trikots, Hosen, Socken oder anderen Aero-Gadgets habe ich inzwischen auch immer öfter an und technisch sind die auch immer ganz vorne dabei. Die Leute dahinter kenne ich schon ewig und mit dem Code BARANSKI10 bekommst du ab sofort hier fette zehn Prozent auf deinen Warenkorb.

Als ich fast fertig war mit der Recherche zu diesem Blog bin ich noch über eine Lösung gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten will. Und zwar dieses Konzept hier von Stephan Bechert a.k.a. @velo.minati bei Instagram. Der pflanzt nämlich erprobte Parts von Profile Design auf eine eigene Brücke auf den extra lang gelassenen Gabelschaft oberhalb vom Roval Cockpit bei seinem Aethos auf. Auf jeden Fall ein interessanter Ansatz, natürlich alles auf eigene Gefahr.

Fazit: Mehr als nur „Schickimicki“ und mehr als nur Marginal Gains

Clip-Ons am Rennlenker sind kein unnötiger Trend oder Hype, sondern ein leistungsorientiertes Upgrade mit echtem Nutzen – für alle, die mehr aus ihrem Rennrad herausholen wollen. Ob du gegen Wind kämpfst, auf Zeit fährst oder einfach nur komfortabler unterwegs sein willst: Die aerodynamische Position, die Clip-Ons ermöglichen, bringt dich weiter – und das ohne komplettes Bike-Redesign und auch mit wenig technischem Geschick montierbar. Plus du bist so auch im Handumdrehen gerüstet, falls du einfach mal einen Triathlon machen willst, dir aber nicht gleich für fünfstellig noch ein weiteres spezielles Rad dafür zulegen willst oder darfst. Obwohl ich ja auf dem Standpunkt stehe, dass man nie genug Fahrräder haben kann. Kleiner Tipp aus der Praxis, kauf einfach immer alle in Schwarz, die sehen dann alle gleich aus.

Kurz gesagt: Clip-Ons können dir massiv helfen, wenn du das hier suchst: 

👉 Mehr Speed
👉 Mehr Komfort
👉 Mehr Optionen auf dem klassischen Rennradlenker.

Und genau deshalb gehören Aero-Clip-Ons nicht nur auf TT- und Triathlonmaschinen, sondern auch auf deine Rennmaschine. Du hast jetzt noch Fragen? Einfache beantworte ich meist gern und kurz per E-Mail. Umfangreichere, wo es dann um maßgeschneiderte Materiallösungen geht, oder Kaufentscheidungen im vier- bis fünfstelligen Bereich, kläre ich gern mit dir in meiner Privatsprechstunde.

„Wollen Sie nicht ein Abo kaufen?“

Kleiner Tipp noch in eigener Sache, weil ich weiß, wie leicht man sich inzwischen in den unendlichen Weiten des Internets und Social Media verirrt: Ich habe auch einen Newsletter, in dem sich schon ein paar tausend Leute von euch eingetragen haben. Der ist zwar offiziell von meinem Shop, es findet sich aber immer auch jede Menge redaktioneller, hoffentlich nutzwertiger Content für euch da drin plus aktuelle Links zu meinem Blog. Nur für den Fall, dass ihr da nicht auch so drüber stolpert, wie hier. Tut also gern euch, euren Buddies und mir einen Gefallen und tragt euch hier ein, falls noch nicht geschehen. Wenn ich euch damit dann irgendwann auf die Nerven gehen sollte, könnt ihr mir das gern sagen. Und auch das Austragen geht da ganz easy, versprochen.

Alles klar? Wir sehen uns!

Der Baranski
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Die Bilder stammen von den diversen Herstellern, Christoph Strasser, Stephan Bechert a.k.a. @velo.minati, Saskia Martin, dem Charly von Buchstaller, Fotorika und mir.
Baranski’s guide to aero-tuning bikes with drop bars.
Or why aero clip-ons on a road handlebar are more than just a “trend” – a case for speed, comfort, and long miles.
Advertisement, because this post contains a bunch of shop links and similar stuff.

When people think about clip-ons, the first thing that usually comes to mind is time trial bikes and triathlon machines: stretched-out position, low upper body, pure speed. But what if I told you that these small add-ons – originally designed for TT or triathlon handlebars – can also be a seriously good upgrade for classic road bikes and gravel bikes? Clip-ons on a gravel bike can improve aerodynamics as well. Yes, even off-road this can make sense. And gravel bikes in general are moving more and more towards aerodynamics these days – simply because it works.

Aerodynamics Beyond Time Trial Bikes
Let’s get one thing out of the way first: the biggest advantage of clip-ons is how much they can improve your aerodynamics. By moving your hands, arms, and shoulders further forward and closer together, you can position your upper body lower and more compact over the front wheel. That reduces drag – even at moderate speeds on the road. Because let’s be honest: at higher speeds, air resistance is your biggest enemy. And it’s also where you can save the most time. You sitting on top of your fancy carbon bike are the biggest aerodynamic problem, no matter how expensive that bike was. Anyone who has ever battled a headwind on long, flat roads knows exactly what I’m talking about.

And for everyone thinking this doesn’t apply to them because they’re “too slow”: aerodynamics already matter well below 20 km/h – and I’d say most of you can hit that pretty easily, right? For the more ambitious riders, it even becomes relevant uphill once you go above 20 km/h – something plenty of training camp heroes are celebrating right now on Mallorca.

If you want to dive deeper into the topic, my friends at Swiss Side explain it really well here. I’ve worked with them more than once on my own aerodynamics – both in the wind tunnel and out on the highway in Hawaii.

Quick Ad Break
Since this fits perfectly here: I managed to get you a deal with Swiss Side.
Use the code BARANSKI5 and get 5% off your order here. And yes, 5% on wheels or cockpits actually makes a difference – even though Swiss Side is all about performance-to-price and not trying to be the most expensive brand out there.

More Than Just “Another Grip”
A classic road handlebar already gives you multiple hand positions – tops, hoods, drops.
But none of them changes your body position towards “speed” as effectively as clip-ons do.
They don’t just give you another place to put your hands. They give you a position that saves energy, makes you more efficient over long distances, and also more comfortable. Who hasn’t spent hours on the bike with sore hands or a stiff neck, wishing for a more relaxed position? Clip-ons give you exactly that – without needing a new handlebar or a completely different bike.

Comfort for Riders with Ambition
A lot of people think clip-ons are only for pros or triathletes. Not true.
Ambitious road cyclists on long rides or fast gravel sessions can benefit massively as well.
And yes, even off-road they can be useful – as long as you have a clear path, are not riding in a group, and don’t need to brake in the next few seconds. I’ve been talking about this for quite a while and took quite a bit of heat for it, especially at the beginning of the gravel boom. Fast forward a few years… and suddenly it clicks.

If you want to play around with numbers and see how your position affects speed and duration, check this out.

Quick shoutout to Christoph from Graz, who asked me to go deeper into this topic.
Instead of riding across the US every summer, he now rides across Europe – with panniers, saddle bag, and yes, clip-ons on a drop bar. More about him here.

Adjustable, Modular – But Be Careful
One big advantage of clip-ons is their modularity. You can mount them to your existing drop bar and remove them again when you don’t need them – without permanently changing your bike. It’s almost like having two bikes in one, especially if you slightly adjust your position. BUT: this only works if your handlebar is approved for it. And unfortunately, many modern high-end bikes are not.
For example:
  • Specialized S-Works Tarmac SL8
  • Scott Foil with integrated carbon cockpit
These cockpits are designed for integration, low weight, and comfort – not for clamp-on systems. Same goes for many modern gravel bikes with one-piece cockpits. Those oval-shaped tops are not built for the clamping forces and leverage introduced by clip-ons. Best case: something cracks during installation. Worst case: it fails while riding.
And if that happens in the dark, alone, somewhere on a bikepacking trip… yeah, not ideal.

What Do Bike Brands Offer Right Now?
There actually used to be more solutions from bike manufacturers. After rule changes from World Triathlon, the industry kind of lost interest. Which is a shame – because most of the money comes from amateurs anyway, and this kind of upgrade always made sense. That said, some brands are slowly getting back into it.

Canyon has a solution with the Gear Groove system, which mounts onto the handlebar and continues with a mono-extension similar to their Speedmax triathlon bike. Sounds weird at first, but it actually works really well and is fairly easy to install.
Big plus: works on both road bikes and gravel bikes.

Scott offers a clip-on via Syncros for the Foil handlebar – but only for the aluminum version, not carbon.

Cube offers a retrofit handlebar for the Litening Aero TT with mounts for brackets and extensions, but you still need additional parts from Profile Design.

Cervélo had a similar solution on older S5 models. Currently, no real update – unless you retrofit the old bar.

Specialized: nothing works on the SL8. Period.

Aftermarket Solutions for Everyone Else

For everyone else, the aftermarket is where it’s at. Compared to fully integrated aero setups, clip-ons are a relatively affordable upgrade that improves:
  • aerodynamics
  • comfort
  • versatility
Check out cockpit parts here. I personally rely on Profile Design for a lot of cockpit components. They set industry standards, offer tons of compatibility options, and – most importantly – everything is tested and approved.
That’s not something I’d automatically trust from every fancy Instagram brand.

Road Bike vs Gravel Setup
Road bike (minimal setup)
My go-to: Profile Design Flip Ergo 52a
Modular, adjustable, and the armrests flip up when not in use.
Yes, they rattle a bit. That’s normal.

Gravel / bikepacking setup
Here things need to be more robust.
Because let’s be real – once you go bikepacking, your cockpit turns into a storage unit:
  • lights
  • bags
  • phone
  • random stuff
For that, check out the HD mount from 76 Projects.
And for clip-ons: Profile Design Neosonic / Ergo+ / 52GMR
More stable, closed extensions, and better suited for rough terrain.

Position Changes (Quick Note)

With clip-ons, your weight shifts forward. That often means:
  • slightly different saddle position
  • slightly shorter cockpit
That’s also why many gravel setups use shorter extensions (e.g. 340 mm instead of 400 mm).

Quick Detour: Saddle Position.
Also worth checking: your seatpost setback. I personally prefer a more forward position. Scott actually reacted to this trend with forward-offset seatposts on newer bikes.

Another Ad Break
No matter if road, gravel, triathlon, or TT – the setup only really works with the right clothing.
Ryzon has some great stuff, from stylish to aero. Use code BARANSKI10 here. 

One Last Nerdy Idea
While researching this blog, I came across an interesting concept by @velo.minati on Instagram.
He mounts Profile Design parts onto a custom bridge above the cockpit. Interesting idea – but definitely at your own risk.

Conclusion:
More Than Just “Bike Bling”Clip-ons on a drop bar are not a useless trend or hype. They are a performance upgrade with real benefits. Whether you:
  • fight headwinds
  • ride long distances
  • want more comfort
They help. A lot. And they do it without needing a completely new bike.
Plus: you’re instantly ready if you ever want to try a triathlon – without buying another bike.
(Although let’s be honest… you can never have too many bikes.)
Pro tip: just buy them all in black. Then they all look the same anyway 😄

In short:
👉 More speed
👉 More comfort
👉 More options

Got questions? Quick ones: happy to answer via email. More complex stuff (custom setups, expensive decisions): book a consultation.

“Why Not Subscribe?”

Quick note: I also run a newsletter with a few thousand of you already on it. Yes, it’s technically from my shop – but there’s always a bunch of useful content and blog updates in there. Sign up here. Unsubscribing is easy. Promise.

All good? See you out there.
Der Baranski 

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    Hier geht es um Sport an der frischen Luft! Dabei ist  mindestens ein Fahrrad involviert und manchmal geht auch was kaputt. Sei es an Mann oder Maschine.
    Da ich im Norden lebe, ist es zehn Monate im Jahr kalt und nass . Die Radfahrerbräune bleibt dabei auf der Strecke. Dafür klebt der Dreck  überall und die Rotze gern mal quer. Was mir dabei durch den Kopf geht oder auf der Strecke bleibt, findet ihr hier bei mir im Blog #fratzengeballer. Also, welcome to the real world!

    Der Baranski
    und Hier geht es übrigens zu meinem Shop!

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